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Wie nutze ich meine Smartwatch optimal?

Du möchtest gesund sein, fit werden und dabei noch perfekt schlafen? Eine Smartwatch verspricht, dich bei diesen Vorhaben zu unterstützen. Dazu gibt es immer mehr Funktionen wie die Messung des Körperfettgehalts, Schlaf-Tracking oder sogar EKGs die mit Smartwatches wie der Samsung Galaxy Watch 4 oder der Apple Watch 7 durchgeführt werden können. Damit du nicht die wichtigen Dinge aus den Augen verlierst, geben wir dir hier einen kleinen Überblick, wie du deine Smartwatch optimal verwendest.

1. Motiviere dich mit Tracking

Einer der wichtigsten Effekte eines Trackers, der auch wissenschaftlich belegt ist, ist die Motivation. Bereits ein einfacher Schrittzähler kann zu mehr körperlicher Aktivität anregen. Kein Wunder also bieten Smartwatches zahlreiche Features, die deine Motivation unterstützen und feuern dich zum Teil sogar während des Workouts an.

Tracking auf der Apple Watch

2. Setze dir Ziele

Eines der wichtigsten Motivations-Features ist, dass du dir selbst Ziele setzen und diese Überprüfen kannst. Zielsetzung hat einen signifikanten Effekt auf die sportliche Leistung. Besonders effektiv sind dabei Kombinationen von lang- und kurzfristigen Zielen. Smartwatches zahlen vor allem auf die Erreichung von kurzfristigen Zielen, sprich Tageszielen, ein. Du kannst diese selbst festlegen oder die jeweiligen Standard-Ziele übernehmen. Achte dabei darauf, dass die Smartwatch deine Sportart unterstützt und du realistische Ziele setzt.

Falls du zu sehr in deinen Alltagsmustern gefangen bist, kann es sinnvoll sein, sich Erinnerungen zu setzen. Bei der Galaxy Watch kannst du etwa in der Samsung Health App Reminder aktivieren. Diese erinnern dich in bestimmten Zeitabständen an dein Tagesziel, falls du Gefahr läufst, dieses zu verpassen.

Achte aber darauf, den Zeitabstand der Erinnerungen so zu wählen, dass sie dich in Momenten erreichen, wenn du dich auch bewegen kannst. Sonst kann es zur Gewohnheit werden, die Erinnerung einfach wegzudrücken.

3. Optimiere deinen Schlaf

Manche Smartwatches können dein Schlafverhalten aufzeichnen. Du siehst etwa mit der Galaxy Watch 4 in der Samsung Health App deine Schlafphasen und sogar sogenannte Schnarchereignisse. So kannst du versuchen herauszufinden, welche Schlafenszeit und -dauer für dich am besten funktioniert. 

Nicht jede Smartwatch gibt dir aber eine gleich detaillierte Auswertung, die Apple Watch macht beispielsweise keine Angaben zu verschiedenen Schlafphasen, aber zeigt dir, wie oft und für wie lange du aufgewacht bist. Und ob sich deine Schlafdauer im Vergleich zur Vorwoche verlängert hat.

Eine gute analoge Methode, den Schlaf zu verbessern, ist übrigens eine gesündere Ernährung. Insbesondere die mediterrane Ernährungsweise mit ihren vielen Früchten kann nachweislich zu einem besseren Schlaf verhelfen.

Samsung Galaxy Watch 4 in der Nacht

4. Entdecke Gesundheitsprobleme, bevor sie zum Problem werden

Nicht nur beim Sport kann dich eine Smartwatch unterstützen: Sie kann auch deinen Körper auf bestimmte Symptome wie den Blutsauerstoffgehalt scannen. Der Blutsauerstoffgehalt sollte in einer möglichst entspannten Position gemessen werden und stets über einem Wert von 90 Prozent liegen, optimalerweise zwischen 95 und 100 Prozent.

Wichtig kann dieser Wert etwa für Höhenbergsteiger sein, um frühzeitig Anzeichen einer Höhenkrankheit zu erkennen. Auch Corona-Erkrankten empfahl der amerikanische Notfallmediziner Richard Levitan, den Blutsauerstoffgehalt im Blick zu behalten, damit sie die Notwendigkeit einer stationären Behandlung früher erkennen, nämlich bevor die Atemnot einsetzt. Andere Mediziner warnen jedoch, dass die Messungen mit der Smartwatch zu ungenau und von anderen Faktoren beeinflusst sein kann, wie zum Beispiel der Hautfarbe. Für gesunde, erwachsene Personen, die nicht regelmässig fliegen, höhenwandern oder tauchen, bietet eine regelmässige Überprüfung des Sauerstoffgehalts im Blut wenig Mehrwert.

Anders sieht es beim EKG aus, welches manche Smartwatches erstellen können. Dieses kann auf ein sogenanntes Vorhofflimmern hinweisen, welches wiederum zu einem erhöhten Risiko für Blutgerinnsel, Herzinfarkte und Schlaganfälle führen kann. Da die Messung einer Smartwatch allerdings nicht an professionelle medizinische Analyse herankommt, sollten solche Ergebnisse und allfällige Handlungsoptionen immer mit einem Arzt besprochen werden.

5. Lass dich nicht verrückt machen

Tracking kann wie gesagt motivierende und positive Effekte auf deine Fitness haben. Auch die Gesundheits-Features können helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und den Schlaf zu optimieren. Wichtig dabei ist allerdings, dass du die Werte mit Vorsicht betrachtest.

Studien haben etwa gezeigt, dass Menschen die ihren Schlaf tracken, automatisch das Gefühl haben, schlecht geschlafen zu haben, wenn ein Tracker ihnen dies so anzeigt. Eine Smartwatch kann aber keine Augenbewegungen und Hirnströme messen, wie es für eine gründliche Schlafanalyse notwendig wäre.

Deshalb geniesse die zahlreichen Vorteile deiner Smartwatch, lass dich motivieren, erfreue dich an deinem Fortschritt. Aber sei dir bewusst, dass Tracker keinen Arzt ersetzen und sei vorsichtig, damit nicht das Tracking selbst zu einem Stressfaktor wird.

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