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So gelingen deine Handy-Fotos bei Nacht

Wenn du die neuen Handy-Modelle in den letzten Jahren etwas verfolgt hast, wird dir aufgefallen sein, dass bei der Kamera immer wieder ein Feature besonders herausgehoben wird: Der Nachtmodus. Wie deine Fotos auch im Dunkeln gelingen und weshalb der automatische Modus trotz allem Fortschritt nicht immer die beste Wahl ist, liest du in diesem Blogbeitrag.

Am Anfang war die Belichtung

Die Belichtung einer Kamera besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten: Der Verschlusszeit, der Blende und dem ISO-Wert. Die Verschlusszeit bestimmt, wie lange Licht auf den Sensor fällt. Je kürzer die Verschlusszeit, desto dunkler das Bild. Allerdings sind Bilder mit einer langen Verschlusszeit in der Regel verschwommener, weshalb wir gleich zum ersten Tipp kommen:

1. Benutze ein Stativ.

Je dunkler die Umgebung, desto länger muss belichtet werden und desto mehr Auswirkungen haben kleine Ruckler und Erschütterungen auf die Qualität und Schärfe des Fotos. Mit einem Stativ bleibt dein Handy stabil. Natürlich wackelt es auch mit Stativ noch etwas, wenn du das Handy berührst. Deshalb unser Tipp Nummer 2:

2. Benutze den Selbstauslöser.

Singapur Nachtmodus iPhone 12 Pro Max

Die Blende entscheidet darüber, wie viel Licht generell hineingelassen wird, um auf den Sensor zu treffen. Deshalb gilt auch hier: Je kleiner die Blende, desto dunkler das Bild. Die Blende regelt aber nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Tiefenschärfe. Mit einer kleineren Blende gibt es eine grössere Schärfentiefe. Das heisst auch der Hintergrund erscheint scharf im Bild. Eine geringe Schärfentiefe eignet sich hingegen etwa für Porträt- oder Makro-Aufnahmen. Da Handys in der Regel eine festgelegte Blende haben, lässt sich dieser Wert nicht verstellen.

Der dritte Wert ist der sogenannte ISO-Wert. Er regelt die Lichtempfindlichkeit des Sensors und erscheint als dein bester Freund, wenn es um die Aufhellung von Bildern geht. Aber Vorsicht! Je höher der ISO-Wert, desto körniger wird das Bild. Das ist auf dem Handy-Bildschirm auch nicht immer sichtbar, wird auf grösseren Bildschirmen aber deutlich. In der Regel gilt:

3. Wähle den ISO-Wert so tief wie möglich, so hoch wie nötig.

Für Bilder im Dunkeln gilt also im Idealfall: Wähle lieber eine etwas höhere Verschlusszeit als einen hohen ISO-Wert. Dann muss das Handy aber auch wirklich stabil stehen, damit die Bilder nicht unscharf werden. Wer etwas experimentiert, kann mit einer langen Verschlusszeit auch spezielle Lichteffekte aufnehmen:

Blende Lichteffekt Strasse

Im Normalfall werden die Belichtungswerte automatisch von der Künstlichen Intelligenz (KI) im Handy geregelt. Immer mehr Smartphone-Modelle bieten aber auch einen Pro- oder manuellen Modus an. Hier kannst du den ISO-Wert und die Verschlusszeit selbst einstellen. Das bietet sich etwa in Situationen an, in der die KI nicht das gewünschte Ergebnis liefert.

Greif nach den Sternen

Wer liebt sie nicht? Die coolen Bilder von Städten und Strassen bei Nacht. Viele Nachtmodi sind genau für diese urbane Umgebung gemacht. Aber auch in Gegenden wo es nicht viel Umgebungslicht hat, kannst du mit dem richtigen Smartphone sehr schöne Aufnahmen machen. Vorausgesetzt der Himmel ist sternenklar.

Du kannst an sehr dunklen Orten auch mit dem Handy den Sternenhimmel fotografieren. Astrofotografie nennt sich dieses Hobby. Achte darauf, dass möglichst keine anderen Lichtquellen wie Häuser oder der Mond die Aufnahme stören. Besonders gut werden die Aufnahmen, wenn deine Kamera Aufnahmen im RAW-Format machen kann (zum Beispiel iPhone 13 Pro, Samsung Galaxy S21 Ultra oder OPPO Find X3 Pro).

Sternfotografie

Du solltest den ISO-Wert auf 3’200 stellen, den manuellen Fokus so hoch wie möglich setzen und die Verschlusszeit zwischen 20 und 25 Sekunden ansetzen. Bei längerer Belichtung verschieben sich die Sterne zu sehr und es entstehen Striche. Natürlich solltest du auch unbedingt Selbstauslöser und Stativ benutzen, um jegliches Wackeln zu vermeiden.

Vorbereitung ist die beste Nachbearbeitung

Ein Bild ist zu dunkel oder die Farben werden falsch dargestellt? Eine gute Nachbearbeitung kann einiges retten – allerdings nicht alles. Wenn du bereits bei der Aufnahme einen Blau- oder Gelbstich bemerkst, kannst du den Weissabgleich manuell einstellen, damit die Farben wieder natürlicher wirken. Hier verlässt du dich am Besten auf deine Augen, denn diese machen den Weissabgleich automatisch und nehmen weiss unabhängig von der Belichtung als Weiss wahr – anders als die Kamera.

Wenn du das Bild im Nachhinein aufhellen möchtest, musst du darauf achten, dass das Bild auch in dunklen Bereichen über genügend Informationen verfügt. Das heisst, es sollten keine Teile des Bildes komplett schwarz oder weiss sein.

Natürlich gilt auch bei der Fotografie in der Nacht: Übung macht den Meister. Und gerade als Anfänger dürfte die KI ein einfacher Weg sein, die Bilder gut aussehen zu lassen. Wir hoffen aber, du hast etwas dazugelernt und wir konnten dir etwas Freude an der Handy-Fotografie vermitteln.

Zum Schluss haben wir noch drei Handy-Tipps mit Top-Kameras für Nachtfotografien:

OPPO
Find X3 Pro 5G
256 GB
order ab 499.95 statt699.95
oder ab 22.94/Mt.für 24 Monate
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