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So reduzierst du die Handystrahlung

05.12.2018
Ein Headset kann für die Reduktion der Handystrahlung während dem Telefonieren sehr hilfreich sein.

Ist elektromagnetische Strahlung gefährlich? Seit es Handys gibt, wird auch über deren Strahlenbelastung und ihre Auswirkung auf unsere Gesundheit diskutiert. Wie viel Handystrahlung schädlich ist und sogar zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen kann, weiss derzeit niemand so genau.

Jeder Handynutzer kann so oder so mit wenigen einfachen Massnahmen eine deutliche Strahlenreduktion erreichen. Hier ein paar Tipps, wie die Stärke (Intensität) der elektromagnetischen Strahlung verringert und die Dauer der Strahlenbelastung (Exposition) verkürzt werden kann.

Unsere Tipps zur Reduktion der Handystrahlung

1. Schreiben statt Telefonieren

Die Kommunikation läuft vor allem bei Jüngeren vermehrt über Textnachrichten via WhatsApp oder SMS. Das ist auch gut so, denn beim Tippen ist das Smartphone weiter entfernt vom Kopf als beim Telefonieren am Ohr.

2. Nur bei gutem Handyempfang telefonieren

Wenn die Empfangsbalken auf dem Handy-Display nach unten gehen, schnellt die Strahlung nach oben. Je schlechter die Verbindung zur nächsten Basisstation ist, desto höher muss die Leistung sein, mit der das Handy sendet – und damit die Stärke (Intensität) der elektromagnetischen Strahlung. Deshalb lieber warten, bis möglichst Vollempfang verfügbar ist. Über WLAN lässt sich zudem strahlungsärmer telefonieren als über das Handynetz.

3. Smartphone weg vom Kopf

Wann immer möglich sollte das Smartphone weg vom Körper gehalten werden, insbesondere vom Kopf. Je weiter das Smartphone vom Körper und Kopf entfernt ist, umso geringer ist die Strahlenbelastung. Die Hand sollte beim Telefonieren am Ohr die Rückseite des Gehäuses möglichst frei lassen, denn so schirmt man die Strahlung nach aussen nicht ab und sie wird nicht zurück zum Kopf reflektiert. 

Wer alleine zuhause ist, kann beim Telefonieren den Lautsprecher einschalten. So kann das Gerät auf dem Tisch liegen bleiben und die Strahlung auf den Körper wird deutlich reduziert. Hilfreich ist auch ein Headset, mit dem es sich erst noch viel komfortabler und ohne Nackenverrenkungen Plaudern lässt. Im Auto empfiehlt sich eine Freisprecheinrichtung.

4. Strahlungsarme Handys verwenden

Die Strahlung ist je nach Modell sehr unterschiedlich. Hinweise auf die Strahlung gibt der sogenannte SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate), den die Hersteller auf der Verpackung deklarieren müssen. Je niedriger er ausfällt, desto besser. Nach dem Gesetz erlaubt ist ein Wert von maximal zwei Watt pro Kilogramm Körpergewicht. 

Ein paar Smartphones im Vergleich: SAR-Werte am Kopf (EU): 

Samsung Galaxy S9, 0.36 W/kg

Huawei Mate 20 Pro, 0.40 W/kg

Apple iPhone XR, 0.99 W/kg 

Apple iPhone XS und XS Max, 0.99 W/kg

Apple iPhone 7, 1.38 W/kg

Apple iPhone 6S, 0.87 W/kg

5. Handy vom Nachttisch verbannen

Nachts ist der Körper besonders empfindlich auf Strahlenbelastung. Ein möglichst guter Schutz vor Elektrosmog verhilft zu einem besseren Schlaf, deshalb sollte das Smartphone nachts vom Nachttisch verschwinden. Das gilt vor allem bei Elektrosensibilität, unter der viele Menschen leiden. Wer das Gerät als Wecker benutzt, sollte es während des Schlafens in den Flugmodus versetzen. Durch die ausgeschaltete Senderantenne wird die Strahlenbelastung auf ein Minimum reduziert.

6. Wirkungslose Strahlungs-Wundermittelchen weglassen

Abzuraten ist in jedem Fall von dubiosem Zubehör, das angeblich vor Strahlung schützen soll, wie z.B. Schutz-Anhänger. Diese waren in Tests wirkungslos. Wer Antistrahlen-Folien verwendet, erhöht die Strahlung sogar noch: Das Smartphone benötigt dann eine höhere Leistung, um die Verbindung zum Sendemast zu halten. Auch Strahlenschutz-Taschen sind nicht wirklich hilfreich, denn darin muss das Smartphone seine Ressourcen ebenfalls hochfahren. Die Folge in beiden Fällen ist unter anderem ein höherer Energieverbrauch. Gelegentliches Abschalten ist sinnvoller und verhilft dir erst noch zu mehr Ruhe.