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11 nützliche Tipps zum Schutz deiner Daten auf dem Smartphone

05.10.2018

Tablets und Smartphones bestimmen unseren Alltag. Wir suchen den besten Fahrplan, zocken auf dem Pendlerweg ein schnelles Game oder kommunizieren über WhatsApp mit den Kollegen. Bilder und Videos werden auf soziale Netzwerke oder in die eigene Cloud (beispielsweise Dropbox oder in die iCloud) hochgeladen, an der Kasse wird mit dem Handy bezahlt. Wir geben dir wertvolle Tipps, wie du die Daten auf deinem Handy und Tablet dabei noch besser schützt.

1. Handy sperren

Damit das Handy gegen den Zugriff von Dritten geschützt ist, sollte es unbedingt mit einer möglichst sechsstelligen PIN beziehungsweise einem Passwort oder einer biometrischen Sicherung, wie dem Fingerabdruck oder Face ID gesperrt werden. Die Zeit bis zur automatischen Bildschirmsperre sollte in den Einstellungen möglichst kurz gewählt werden (maximal 30 Sekunden). Und natürlich müssen auch Clouddienste wie iCoud, Dropbox etc. mit starken Passwörtern abgesichert sein.

2. Virenscanner für Android-Systeme

Auf Android-Systemen ist ein Virenscanner Pflicht. Er erkennt unsichere Apps, Dateien oder Prozesse und warnt rechtzeitig vor solchen Bedrohungen. Anders sieht der Fall bei iOS-Geräten aus, denn hier ist eine solche App nicht notwendig. Das geschlossene Dateisystem von Apple erschwert es Hackern, unsichere Apps einzuschleusen.

Für Android Geräte empfehlen wir Virenscanner wie AVG, Avast oder Norton.

3. Phishing Mails löschen

Durch Pishing Mails versuchen Betrüger an vertrauliche Daten zu gelangen. Dabei werden den Opfern Mails von gefälschten Absenderadressen zugestellt, in welchen sie z.B. auf fehlende oder nicht mehr aktuelle Kontoinformationen und Zugangsdaten hingewiesen und dazu aufgefordert werden, diese anzugeben. Links in Mails von Unbekannten sollten deshalb nicht angeklickt werden. Phishing Mails lassen sich oft schnell durch Rechtschreib- oder Grammatikfehler erkennen. Zudem solltest du nie persönliche Daten wie die Kreditkartennummer oder ähnliches preisgeben, sondern solche E-Mails gleich löschen.

Am besten merkst du dir einfach den folgenden Grundsatz: Deine Bank fragt dich nie aus dem Nichts nach deinen Daten!

4. WhatsApp Sicherheit

Der populäre WhatsApp Messenger fiel in der Vergangenheit immer wieder durch Sicherheitslücken und mangelnden Datenschutz auf. Generell gilt: Die Datenschutzeinstellungen möglichst restriktiv einstellen oder auf einen sichereren Messenger wie Signal (Download: iOS / Android), Threema (Download: iOS / Android), Wickr-Messenger (Download: iOS / Android) oder Snowdens (Download: iOS / Android) umsteigen. Nachteil: Du musst auch dein Umfeld zum Wechseln überzeugen. Bei diesen werden Nachrichten und Telefonate durch ein Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsprotokoll erst auf dem Telefon des Empfängers entschlüsselt, damit die Vertraulichkeit aller Kommunikation sichergestellt ist.

5. Fake-Apps umgehen

Vor allem bei Android-Smartphones schleichen sich gelegentlich sogenannte Fake-Apps (gefälschte Apps, die dem Original stark ähneln) ein. Diese können nach der Installation unbemerkt teure Abos abschliessen. Die Nutzer bemerken den Schaden erst mit der nächsten Rechnung. Ein Blick auf die Bewertungen im App Store und die geforderten Berechtigungen kann helfen, Fake-Apps zu erkennen. Auffällig viele Likes ohne Begründung weisen zum Beispiel darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Achte auch gut auf den Herausgeber. Zweifelst du an ihm, recherchierst du am besten ein bisschen über ihn.

6. App-Berechtigungen kontrollieren

Den Apps werden teilweise Zugriff auf Ihre Dokumente, Bilder, Videos oder Kalenderdaten gewährt und lassen bei letzterem beispielsweise Schlüsse zum Tagesablauf zu. Auch lassen sich Kamera oder Mikrofon des Smartphones vom App-Betreiber als Spion einsetzen. Daher sollten die Berechtigungen restriktiv eingestellt werden. Die Verwaltung ist bei Android-Smartphones beziehungsweise -Tablets unter den App-Einstellungen ersichtlich. Pro App erscheinen nach einem weiteren Antippen die Berechtigungen, die sich jetzt mühelos deaktivieren lassen.


App-Berechtigungen unter iOs (iPhone, iPad) einstellen


Beim iPhone oder iPad findest du die Einstellungen der App-Berechtigung unter «Datenschutz».

  1. Öffne dafür das Symbol «Einstellungen» und tippe auf den Menüpunkt «Datenschutz»
  2. Dort sind anschliessend die App-Berechtigungen für die Kamera, die Kontakte oder das Mikrofon gruppiert. 
  3. Tippt man beispielsweise auf Kontakte, erscheinen alle Apps, die darauf Zugriff haben. 
  4. Jetzt lassen sich die Rechte ein- oder ausschalten.
Es gilt aber zu beachten, dass gewisse Apps wie etwa WhatsApp Zugriff auf Kontakte benötigen, um chatten zu können. Will man auf Facebook Bilder teilen, ist die Freigabe für den Zugriff auf die Kamera erforderlich.


App-Berechtigungen unter Android einstellen

Bei Android-Geräten findest du die Einstellungen der App-Berechtigungen unter Einstellungen, dann Apps oder Einstellungen und dann Anwendungsmanager (je nach Android Gerät).

  1. Öffne dafür das Symbol «Einstellungen» und tippst auf den Menüpunkt «Apps» oder bei manchen Geräten «Anwendungsmanager».
  2. Dort wählst du anschliessend deine App und tippst auf «Berechtigungen».
  3. Willst du eine Berechtigung aktivieren, schiebst du den Schalter nach rechts, sodass der Schalter grün angezeigt wird (aktiv).
  4. Willst du eine Berechtigung deaktivieren, schiebst du den Schalter nach links, sodass der Schalter grau angezeigt wird (inaktiv).

App-Berechtigungen unter Android für «Instant Apps»

Instant Apps sind Anwendungen, die ohne vorherige Installation ausgeführt werden können. Zum Ausführen einer Instant App reicht ein Klick auf einen Link einer Webseite oder in einer E-Mail. Auch für die Art von Anwendungen gibt es Einstellungsmöglichkeiten.

  1. Um die App-Berechtigungen für Instant-Apps einzustellen, musst du zuerst auf das Zahnradsymbol «Einstellungen» tippen.
  2. Anschliessend tippst du unter «Google» auf «Instant-Apps».
  3. Einfach auf die App tippen und mehr Informationen dazu erhalten.
  4. Danach kannst du die gewünschten Berechtigungen einstellen.

7. Vorsicht bei öffentlichen WLANs

Öffentliche WLANs in Bahnhöfen, Hotels, Cafés oder Flughäfen können eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit darstellen, da sich theoretisch jeder einloggen und via WLAN-Sniffer (Programm zum Auffinden von WLANs und Abhören von darüber übertragenen Daten) alle Handys ohne direkten Zugriff hacken kann – vor allem, wenn die Funknetzwerke nicht durch ein Passwort geschützt sind. Vor dem Einloggen solltest du daher in jedem Fall eine gute VPN-App (Virtual Private Network) zur Verschlüsselung der Daten verwenden. Dadurch wird zuerst eine verschlüsselte Verbindung ins Netz des VPN-Anbieters hergestellt und von dort ins öffentliche WLAN geführt. Somit können von Dritten weder Daten abgehört noch die Herkunft der Verbindung herausgefunden werden. Weil die Verbindung zum Mailserver oder einer Webseite aus dem Netz des VPN-Anbieters zu erfolgen scheint und nicht vom eigenen Tablet oder Smartphone. Eine automatische WLAN-Verbindung sollte ausgeschaltet werden, damit sich das Mobilgerät nicht plötzlich mit dem Hacker um die Ecke verbindet. Für eine sichere Verbindung im Heimnetz sollte ein WLAN-Sicherheitsstandard WPA2 gewählt werden.


Gute VPN Apps – unsere Empfehlungen

Eine kostenlose und mit Grundfunktionen ausgestattete, kostenlose VPN-App ist TunnelBear (Download: iOS / Android). Diese App kann man bequem und sicher im Google Play Store herunterladen. Mit umfassenden Sicherheitsmassnahmen und sehr vielseitig ausgestattet ist die NordVPN (Download: iOS / Android) App. Im Gegensatz zu TunnelBear ist diese VPN-App nach Ablauf einer 7-Tage-Testversion jedoch kostenpflichtig.

8. Sicher Surfen

Die Sicherheit beim Surfen lässt sich noch erhöhen, indem man einen Browser mit entsprechenden Datenschutzfunktionen benutzt. Brave beispielsweise blockiert verräterische Spuren wie Cookies oder Tracker automatisch. Auch Google Chrome bietet beispielsweise mit dem Plugin «Ghostery» die Möglichkeit, unerwünschte Werbung und Cookies zu blockieren. Das Tool schützt gleichzeitig auch die Privatsphäre (Daten können anonymisiert werden). Man kann genau definieren, welche Daten man freigeben möchte und welche Daten nicht. Mit der integrierten Funktion «Smart Blocking» wird zudem die Ladezeit bei Webseitenbesuchen stark verkürzt.

9. Regelmässig Apps aktualisieren

Updates für das Betriebssystem und alle Apps sollten möglichst rasch aufgespielt werden. So können eventuelle Sicherheitslücken schnell geschlossen werden. Es ist zudem empfehlenswert, die automatischen Updates zu aktivieren, damit das Updaten stets zeitnah nach Veröffentlichung der neuen Versionen erfolgt.

10. Regelmässige Backups erstellen

Wenn trotz aller Sicherheitsmassnahmen etwas passieren sollte, ist eine Datensicherung sehr nützlich. Backups lassen sich bequem in der iCloud, Google Drive, Samsung Cloud, Dropbox oder iTunes speichern.

11. Handy orten

Ein Diebstahl des Tablets oder Handys gehört zu den schlimmsten Szenarien des digitalen Zeitalters. Doch die gute Nachricht ist: Die Geräte lassen sich tracken und auf Wunsch sogar aus der Ferne löschen. Wie bei iOS-Geräten können Android-Geräte gefunden werden, indem du dich mit den Google-Kontodaten auf www.google.com/find einloggst. Die Finde-Funktion bietet zudem auch diverse Sicherheits-Apps an.

Android Handy orten

Ein gestohlenes oder verlorenes Android Handy orten? Das ist möglich, wenn man zuvor die folgenden Einstellungen vorgenommen hat:

  • Die Standortermittlung muss aktiv sein.
  • Die Funktion «Mein Gerät finden» muss aktiviert werden. Diese Funktion ist standardmässig aktiviert, wenn ein Android-Smartphone mit einem Google-Konto verknüpft wurde.
  • Das Smartphone muss bei Google Play sichtbar sein.
  • Mit dem gesuchten Smartphone muss man in einem Google-Konto angemeldet sein.
  • Das gesuchte Smartphone muss zudem mit WLAN oder einem mobilen Datennetz verbunden sein.

iPhone orten

Bei iPhones gelten die folgenden Voraussetzungen für die kostenlose Ortung über iCloud:

  • «Mein iPhone suchen» muss aktiviert werden: Man findet die Funktion bei einem iPhone unter «Einstellungen - Accounts: iCloud - Mein iPhone suchen»
  • Anschliessend muss man die Funktion aktivieren.
  • Das iPhone muss online sein, um es suchen zu können.

Anschliessend ist das iPhone (hoffentlich) mit der ungefähren Position auf der Karte ersichtlich.